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Ausstellungen im Chiemgau


GALERIE MARAHART IN BERNAU

Nach langer Zeit der Schließung konnte (von links) Galeristin Marah Strohmeyer-Haider, zusammen mit den Künstlerinnen Moni Stein, Berit Opelt und Kulturreferentin Michaela Leidel die Ausstellung coronakonform eröffnen.

Ausstellung „… MIT HERZBLUT“ am Pfingstsamstag ein letztes Mal von 11-14 Uhr zu besuchen.

Anfang März 2020 wäre bereits alles für die Eröffnung einer neuen Galerie in der Chiemseestraße in Bernau bereit gewesen. Die Galeristin Marah Strohmeyer-Haider wollte und will damit über die Grenzen des Chiemgaus hinaus Künstlerinnen und Künstlern eine attraktive Anlaufstelle bieten. Leider war dieser Zeitpunkt denkbar ungünstig – die Coronakrise mit seinen Beschränkungen machte den geplanten Auftakt zunichte.

Umso größer war jetzt die Freude der Künstlerinnen Berit Opelt, Moni Stein und der Galeristin Marah Strohmeyer-Haider zusammen mit Kulturreferentin Michaela Leidel, dass unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienebestimmungen am vergangenen Sonntag nun doch noch eine Matinee im „kleinen Rahmen“ stattfinden konnte.

„Ich will RAUM GEBEN, Raum geben für die Besucherinnen und Besucher, ebenso wie für Kunstschaffende, die sich mit Herzblut ihrer Lebensaufgabe widmen und die mit ihrer Kunst Menschen bewegen und berühren können“, so Strohmeyer-Haider zur Begrüßung. „In Zeiten wie diesen, in denen nichts selbstverständlich ist, bekommen viele Begebenheiten eine ganz neue Wertigkeit – ein Treffen im Namen der Kunst ist wieder etwas sehr Besonderes!“ Damit begann sie mit der Vorstellung der Künstlerinnen Berit Opelt, Moni Stein und sich selbst.

Strohmeyer-Haider entdeckte Berit Opelt und ihr Werk auf den Sendlinger Kulturtagen in München. Die spontane, direkte Art der Künstlerin Dinge auf den Punkt zu bringen, hat sie ebenso beeindruckt, wie ihre präzise Vorgehensweise beim Vorbereiten der Mal- und Druckgründe und der dann folgenden Bearbeitung. Ihre Werke zeigen eine große Tiefe und Vielschichtigkeit. U.a. wird die Serie „Raben“ gezeigt: hier liegt der Schwerpunkt auf Collage in Kombination mit Druck. Zwei sehr lebendig wirkende Keramiken ergänzen diese Bilder.

Eine erste Begegnung mit Moni Stein fand auf dem grenzübergreifenden Fest „Kunst am Baschtei“ statt. Die offene, gewinnende Art der Künstlerin wird auch in den für die Galerie ausgewählten Arbeiten deutlich. Es werden Skulpturen und Collagen aus der Serie „Neue Wege“ gezeigt. Die Fokusnahme auf Gesicht und Gliedmaßen der Skulpturen lässt diese scheinbar in innere und äußere Bewegung gehen. Aus frühen Papierarbeiten bestehen die ausgestellten Collagen Steins, denen sie durch Zerstörung und Neuzusammenstellung einen aktuellen, völlig anderen Ausdruck verleiht.

Das Galeriemotto „RAUM GEBEN“ schließlich hat Marah Strohmeyer-Haider in einer Installation umgesetzt. Diese will Raum schaffen, der es erlaubt, sich seinen Träumen hinzugeben, im Vertrauen auf die Intuition. Bis diese ausgereift ist, können sich die Betrachterinnen und Betrachter – imaginär in die vor Ort hängenden Kokons – zurückziehen und zur Musik von Sebastian Haider Ihre Ideen reifen lassen.

Die Ausstellung „… MIT HERZBLUT“ ist noch bis Ende Mai zu den Öffnungszeiten zu besichtigen: Dienstag, Donnerstag und Freitag von 14-18 Uhr, am Donnerstag zusätzlich von 10-12 Uhr, sowie gerne auch nach Vereinbarung unter 0172-4864956. Am Pfingstsamstag, dem 30.5. ist diese Ausstellung ein letztes Mal von 11-14 Uhr zu besuchen.

Bericht und Fotos: Georg Leidel

Ausstellungen im Kronasthaus

das Kronasthaus in Prien

Kultur trifft Genuss: Neueröffnung im KronastHaus

Als Tochtergesellschaft der Marktgemeinde hat die Prien Marketing GmbH (PriMa) Anfang Dezember 2019 den Betrieb des kleinen aber feinen Museums im sorgfältig sanierten KronastHaus auf dem Priener Marktplatz übernommen. Es ist eines der ältesten Häuser Priens und hat seinen Ursprung 1598. Seine heutige Gestalt mit der aufwendigen Fassadenmalerei geht bis auf das Jahr 1784 zurück. Die Geschichte des Hauses ist geprägt durch das Kistlerhandwerk der Familie Kronast - hier wurden Möbelstücke und Interieur in bester Handwerks Kunst aus Holz gefertigt. Fast 300 Jahre blieb das Haus im Besitz dieser Familie. 2003 erwirbt der Priener Hans-Georg Lohr das Haus und restauriert es aufwändig, um seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wozu es durch seinen plötzlichen Tod 2004 nicht mehr kam. Nach wechselnden Besitzverhältnissen in den letzten Jahren hat es, dank einer Schenkung von den Kunstliebhabern Brigitta und Eberhard Abé, der Markt Prien, durch den Ersten Bürgermeister Jürgen Seifert, im Jahr 2017 erworben. Darüber hinaus hat das Ehepaar Abé der Gemeinde eine umfangreiche Kunstsammlung mit 85 Ölgemälden und zahlreiche Federzeichnungen von Hugo Kauffmann übereignet. „Die Sammlung Abé stellt einen unschätzbaren Wert für die Allgemeinheit dar und hat nun im ersten Stock des geschichtsträchtigen Gebäudes einen dauerhaften Ausstellungsplatz gefunden“, freut sich die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner. Diese Bilderschau umfasst Werke von Hugo Kauffmann und weiterer bedeutender Maler der Region um den Chiemsee. Kauffmann, der von 1844 bis 1915 lebte, führte seine meist kleinformatigen Bilder sehr detailgenau aus. Aus seinen Arbeiten spricht die Idylle des einfachen Lebens, die von jedermann nachvollziehbar war und dem Genremaler bereits zu Lebzeiten großen, auch internationalen Erfolg, beschied. Zudem sind seine Bilder mit reichlich Situationskomik gewürzt, die das Betrachten bis auf den heutigen Tag so unvergleichlich amüsant macht. Klein aber fein - dieses Motto zieht sich durch das gesamte KronastHaus. Im Erdgeschoss lädt die gemütliche Café-Bar „Scherzl“ der Brüder Christoph und Luitpold Müller - ebenfalls Inhaber der Priener Ortsbäckerei Müller - mit hausgemachten Köstlichkeiten, einem guten Fassbier und ausgewählten Weinen zum Verweilen ein. Mit der Übernahme des KronastHauses möchten die beiden Betreiber den Ort weiter beleben und einen neuen Treffpunkt sowie kulturellen Anziehungspunkt mit Rahmenprogramm im Herzen von Prien schaffen.

Die Öffnungszeiten der Dauerausstellung im KronastHaus sind im Advent samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Das Scherzl hat dienstags bis donnerstags von 16 bis 23 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 24 Uhr sowie sonntags von 12 bis 23 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen unter www.kronasthaus.de



Modellauto-Museum in Bernau

Freuen sich riesig über die Fertigstellung des Museums: (von links) Bürgermeister Philipp Bernhofer, Initiator Thomas Schneider und die Stiftungsvorstandschaft mit Günther Moog, Hans Krämmer und Gertrud Kosatschek bei der Eröffnung des Modellbau-Museums in Bernau

Am 13.April 2019 konnte im Beisein von vielen Gemeindevertretern, der Stiftungsvorstandschaft, dem Architekten, vielen Handwerkern, Arbeits- und Weggefährten, Sammlerkollegen und Freunden aus nah und fern das Modellautomuseum von Thomas Schneider offiziell eröffnet werden, feierlich begleitet von einem Ehrensalut der Bernauer Böllerschützen. In fast eineinhalb Jahren nach dem Spatenstich entstand auf dem Gelände des Wohnmobilstellplatzes neben der von ihm ebenfalls betriebenen Tennishalle ein mit bunten Rechtecken verkleideter Kubus, den er jetzt stolz den Anwesenden präsentieren konnte.

Neben den von Schneider selbst entworfenen und mit viel Liebe zum Detail bestückten Dioramen, wie das „Dänische Dorf“ oder der „Wuppertaler Schwebebahn“, gibt es eine große Anzahl an Glasvitrinen und Schaukästen. Hier kommen „seine Lieblinge“ von Wiking, Schuco, Siku, Matchbox, Märklin oder Lego besonders gut zur Geltung. Eine Ecke des Museums ist als Spielwarenladen aus Omas Zeiten gestaltet, mit Teddys, Barbiepuppen, Dampflok und Registrierkasse von anno dazumal. In der Mitte der Ausstellungshalle befindet sich eine große Autorennbahn mit ferngesteuerten Fahrzeugen.

Geöffnet ist das Modellautomuseum donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.