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Ausstellungen im Chiemgau


Sonderausstellung im König Ludwig II.-Museum im Schloss Herrenchiemsee

Luftbild: Bayerische Schlösserverwaltung, Rainer Nitzsche

Bis Ende August neue Sonderausstellung über die von Ludwig II. geplante Burg Falkenstein im Schloss Herrenchiemsee

Das König Ludwig II.-Museum im Neuen Schloss Herrenchiemsee widmet sich den Lebensstationen des Königs von der Geburt bis zu seinem frühen, tragischen Tod. „Das Erbe des Märchenkönigs und vor allem seine Bauten prägen das Bild Bayerns in der Welt. Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee sind Aushängeschilder des Freistaates. Das Neue Schloss Herrenchiemsee zieht jährlich hunderttausende Besucher aus nah und fern an. Mit der neuen Sonderausstellung wird ein Besuch nun sogar noch lohnender“, teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mit.

Ab Samstag (11.5.) ist im König Ludwig II.-Museum der Bayerischen Schlösserverwaltung auf Herrenchiemsee eine neue Sonderausstellung über die von Ludwig II. geplante Burg Falkenstein zu sehen. Unter dem Titel „Projekt Falkenstein“ präsentiert die Schlösserverwaltung 16 eindrucksvolle Entwürfe, die größtenteils seit 1955 nicht mehr zu sehen waren. Unter den prächtigen und exakt perspektivischen Entwürfen sind farbige Aquarelle und Federzeichnungen sowie mit Tusche und Buntstiften gezeichnete Konstruktionen.

Ludwig II. plante seit 1883 eine neue Burg, die nach den Plänen des Märchenkönigs Schloss Neuschwanstein noch übertreffen sollte: Falkenstein, einige Kilometer westlich von Neuschwanstein, am Ort von Deutschlands höchstgelegener mittelalterlicher Burgruine. Bei der extrem ausgesetzten Lage in 1.268 Meter Höhe und der enormen Fernwirkung, die der Bau gehabt hätte, war das die vollendete Vision einer Burg. Nun können Besucher anhand der Entwürfe sehen, wie sich Ludwig II. seinen Traum einer Burg vorgestellt hat. Das phantasiereiche und vielschichtige Bildprogramm der Räume zeigt Genehmigungsentwürfe für den Bauherrn aus der entscheidenden Planungsphase 1885. Es sind prächtige, farbige Entwürfe, die der Architekt Max Schultze und der Maler August Spieß gemeinsam geschaffen haben. Für die vielen reizvollen und spannenden Details lohnt es sich, eine der Lupen zum Betrachten zur Hand zu nehmen, die für die Besucher an den Vitrinen angebracht werden. Der letzte Entwurf zum Schlafzimmer ist unvollendet: der Architekt hat ihn nach dem Tod Ludwigs II. so belassen. Er schließt die Ausstellung ab. Falkenstein blieb eine Idee. Von ihr wurde nichts gebaut und doch wird sie in dieser Ausstellung erlebbar.

Die Sonderausstellung hat der Kurator des Ludwig II.-Museums, der Museumsreferent der Schlösserverwaltung Dr. Uwe Gerd Schatz konzipiert. Sie ist bis Ende August im Neuen Schloss Herrenchiemsee zu sehen.

Bericht: Bayer. Staatsministerium der Finanzen und für Heimat –


Überlebenskünstler an der Baumgrenze

Foto: Robyn Hochrein, Überlebenskünstler an der Baumgrenze

Bis Montag, 9.September Fotoausstellung von Robyn Hochrein in Prien in der Tourist-Info

Große Säuger prägen seit jeher den alpinen Lebensraum. Den natürlichen Einflüssen der Bergwelt ausgesetzt, sind sie in der Lage auch Frakturen und Erkrankungen zu überleben und sich ihrer Umgebung immer wieder anzupassen. Durch hohe Abschusszahlen, wildfreie Zonen und kurze Schonzeiten aber auch durch die intensive Nutzung der Berge für Freizeit und Sport verändert sich vieler Orts die Lebensweise der Wildtiere jedoch dramatisch, ganze Populationen sind akut bedroht.

Robyn Hochrein hält in seinen Bildern auf eindrucksvolle Weise die Überlebenskünstler fest und sensibilisiert so für einen sorgsamen und rücksichtsvollen Umgang mit Flora und Fauna der alpinen Welt.


„Künstlerlandschaft Chiemsee – Kunst im Chiemgau“

Bild: Hanne Brenken – Palisades 1984

Ab Samstag, 27. Juli bis Sonntag, 15. September mit Studioausstellung Hanne Brenken in der Galerie im Alten Rathaus

Sommerausstellung „Kunst im Chiemgau 2019 – Künstlerlandschaft Chiemsee“ mit Werken heimischer Künstler in den Galerieräumen in der Alten Rathausstraße.

Mit ihrer enormen Fülle, Vielfalt und künstlerischen Aussagekraft werden diese Gemälde, Lithographien, Collagen und Skulpturen die Besucher bis Sonntag, 15. September begeistern.

„Kunst im Chiemgau 2019 – Künstlerlandschaft Chiemsee“ – entführt Interessierte in die aktuelle Kunstszene der Region. Über 60 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Werke von Samstag, 27. Juli bis Sonntag, 15. September 2019 in der Galerie im Alten Rathaus, Alte Rathausstraße 22. Der Erfolg dieser Ausstellung in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten beweist die Kreativität der gelebten Kunstlandlandschaft, die bereits im 19. Jahrhundert mit der Künstlerkolonie auf der Fraueninsel ihren Anfang nahm. Die diesjährige Studioausstellung ehrt die Künstlerin Hanne Brenken. Sie wurde 95 Jahre alt und nahm als eine der wenigen Frauen 1958 an der Gründungsausstellung der Gruppe Zero in Düsseldorf teil, damals noch vom Zeitgeist des abstrakten Informel beeinflusst. Später lebte sie im Chiemgau, stellte mit K. F. Dahmen in München aus. Nach ihrer Übersiedlung in die USA 1978 fand sie zu dem ihr eigenen Stil der „organischen Primärformen“ (Juliane Roh), zeigte ihr Werk in namhaften Galerien, u. a. 1981 mit Warhol, Lichtenstein, de Kooning auf Long Island. 2003 kehrte die Künstlerin nach Deutschland zurück, wohnte wieder im Chiemgau und zeitweise in Südfrankreich. Ihre Gemälde befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland und den USA. Auch in diesem Jahr wird die traditionsreiche Ausstellung von Künstler Treffen begleitet - am Sonntag, 4. August und 1. September, jeweils um 15 Uhr, laden Hannes Stellern und Karl-Heinz Hauser zum Gespräch. Während der Ausstellung „Kunst im Chiemgau 2019 – Künstlerlandschaft Chiemsee“ hat die Galerie im Alten Rathaus Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eingang befindet sich in der Alten Rathausstraße 22. Weitere Informationen unter www.galerie-prien.de und unter Telefon +49 8051 92928. Der Flyer „Kunst im Chiemgau 2019 – Künstlerlandschaft Chiemsee“ ist im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11 erhältlich.


„Als das Kino in die Schule kam…“

Foto: Bauernhausmuseum Amerang

Bis 3. November Ausstellung im Bauernhausmuseum Amerang

Kino in der Schule – das gab es bereits in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts! Das Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern zeigt vom 12. Mai bis zum 3. November 2019 unter dem Titel „Als das Kino in die Schule kam…“ eine Ausstellung über Schulfilmvorführungen im ländlichen Oberbayern von 1926 bis 1929. In der Weimarer Republik erlebte das neue Medium Film eine seiner größten Blütezeiten. Das Wanderkino war sesshaft geworden, und in Stadt und Land entstanden Lichtspielhäuser. Parallel kamen Bestrebungen auf, bewegte Bilder auch im Unterricht und an den Schulen als Lehrmittel einzusetzen.

Die Ausstellungsstation im Bauernhausmuseum Amerang spürt dem Unternehmer Max von Allweyer nach, der mit seinen Vorführungen Volksschulen in Oberbayern besuchte. Im Rahmen seiner Tourneen brachte er Schüler erstmals mit „lebenden Bildern“ in Kontakt. Zu sehen ist unter anderem ein handschriftlicher Programmzettel. Im ersten Teil „Erdkunde“ kam „Die Partnachklamm bei Garmisch im Winterkleide“ zur Vorführung, danach unter dem Titel „Ausland – Europa“ ein Blick in die Schweiz mit „Die Besteigung des Gabelhorns“. Es folgte der zweite Teil „Naturkunde“, der Säugetiere, Reptilien und Vögel präsentierte.

Max von Allweyer beschloss seine Programme in der Regel mit einer Humoreske oder einem Märchen, hier waren es „Puppenspiele für unsere Kleinsten“.

An einer Medienstation können sich die Besucher vergleichbare historische Stummfilme zur Geschichte des Unterrichtsfilms anschauen. „An der Silberküste“ wurde von der Kritik als ein „schöner Naturfilm“ gelobt, dessen „herrliches Wellenspiel das Auge des Beschauers fesselt.“ „Im Zoologischen Garten“, ein früher handkolorierter Film, zeigt eine Aneinanderreihung von Tieraufnahmen, darunter ein Zebra, eine Giraffe und ein „Elentier“, also einen Elch. Das „Mahl der Robben beschließt diesen Streifen. Die „Eisenbahnfahrt von Kandy nach Colombo“ illustriert die exotische Vegetation mit Dschungel und Reisfeldern auf der Insel Sri Lanka im Indischen Ozean.

Ein besonderes Exponat ist der 35mm-Filmprojektor „Optica“ der Firma Bing, hergestellt Mitte der 1920er Jahre. Er war relativ preiswert, leicht zu transportieren und eignete sich deshalb gut für Wander- und Schulkinovorführungen. Lediglich die Lampe benötigte einen Stromanschluss. Angetrieben wurde er von Hand mit Hilfe einer Kurbel. Auch Filmkameras wurden bis zum Ende der 1920er Jahre vorwiegend manuell in Bewegung gesetzt, daher die Redewendung einen „Film kurbeln“. Die Ausstellungsstation im Bauernhausmuseum Amerang gehört zur Sonderausstellung „Eine neue Zeit. Die Goldenen „Zwanziger“ in Oberbayern“, die bis zum 1. Dezember 2019 im Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern zu sehen ist.

Bericht und Foto: Bauernhausmuseum Amerang


Modellauto-Museum in Bernau

Freuen sich riesig über die Fertigstellung des Museums: (von links) Bürgermeister Philipp Bernhofer, Initiator Thomas Schneider und die Stiftungsvorstandschaft mit Günther Moog, Hans Krämmer und Gertrud Kosatschek bei der Eröffnung des Modellbau-Museums in Bernau

Am 13.April 2019 konnte im Beisein von vielen Gemeindevertretern, der Stiftungsvorstandschaft, dem Architekten, vielen Handwerkern, Arbeits- und Weggefährten, Sammlerkollegen und Freunden aus nah und fern das Modellautomuseum von Thomas Schneider offiziell eröffnet werden, feierlich begleitet von einem Ehrensalut der Bernauer Böllerschützen. In fast eineinhalb Jahren nach dem Spatenstich entstand auf dem Gelände des Wohnmobilstellplatzes neben der von ihm ebenfalls betriebenen Tennishalle ein mit bunten Rechtecken verkleideter Kubus, den er jetzt stolz den Anwesenden präsentieren konnte.

Neben den von Schneider selbst entworfenen und mit viel Liebe zum Detail bestückten Dioramen, wie das „Dänische Dorf“ oder der „Wuppertaler Schwebebahn“, gibt es eine große Anzahl an Glasvitrinen und Schaukästen. Hier kommen „seine Lieblinge“ von Wiking, Schuco, Siku, Matchbox, Märklin oder Lego besonders gut zur Geltung. Eine Ecke des Museums ist als Spielwarenladen aus Omas Zeiten gestaltet, mit Teddys, Barbiepuppen, Dampflok und Registrierkasse von anno dazumal. In der Mitte der Ausstellungshalle befindet sich eine große Autorennbahn mit ferngesteuerten Fahrzeugen.

Geöffnet ist das Modellautomuseum donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.


Mumien – Ausstellung im Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf

im Mammutmuseum

„Mumien – Archive des Lebens“ – Diesen Titel trägt die Ausstellung, die von 13. April bis 3. Oktober 2019 im Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf zu sehen ist.

Sie wurde von den renommierten Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zusammengestellt und in die Räume des Mammut-Museums Siegsdorf in Siegsdorf adaptiert. Am 4. Oktober werden die Mumien dann wieder verpackt, um wenige Tage später in Tokio gezeigt zu werden.

Eine sicherlich einzigartige Aneinanderreihung von Ausstellungsorten: Mannheim – Siegsdorf – Tokio.


„Mumien – Archive des Lebens“

Mumie

Von Samstag, 13. April bis 3.Oktober Ausstellung im Mammut-Museum Siegsdorf

„Mumien – Archive des Lebens“ – diesen Titel trägt die Ausstellung, die von 13. April bis 3. Oktober 2019 im Naturkunde- und Mammut-Museum Siegsdorf zu sehen ist. Sie wurde von den renommierten Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zusammengestellt und an die Räume in Siegsdorf adaptiert. Am 4. Oktober werden die Mumien dann wieder verpackt, um wenige Tage später in Tokio gezeigt zu werden. Eine sicherlich einzigartige Aneinanderreihung von Ausstellungsorten: Mannheim-Siegsdorf-Tokio.